Die unendlichen Geschichten einer unendlichen Welt.
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Auftrag: Sariri Teran

„Das war aber sehr unhöflich von dir.“ Caljina grinste breit und überwand mit einigen Schritten die Distanz zwischen den beiden.

Raien zuckte desinteressiert mit den Schultern.

„So gut war sie nicht.“
„Oh welche ist schon gut genug für dich? Vielleicht wollte sie ja nicht nur ein Mann für eine Nacht aber das soll mir das ganz egal sein.“

Die Schurkin schlich elegant um den Sessel herum, lehnte sich zu Raien hinüber und begann ihn mit sanftem Druck die Schultern zu massieren.

„Ich bin wegen was anderem hier.“,fuhr sie fort.

„Und was ist das?“ Raien drehte sich halb zu ihr um und musterte sie neugierig. „Es sollte wichtig sein...immerhin hast du mir deswegen meinen Spaß verdorben.“

„Oh es ist wichtig, zumindest für mich. Ich würde doch nicht wegen einer Nichtigkeit eine Nacht verderben.“

Caljina hatte sich hatte sich weiter über die Sessellehne zu ihm hinab gebeugt und hauchte in sein Ohr.
„Du sollst für mich Informationen beschaffen und ich glaube du bist genau die richtige Person dafür.“

Der Blick des Paladins wurde skeptisch, denn obwohl er es sich nicht anmerken ließ, musste er vor der rücksichtslosen Schurkin jederzeit auf der Hut sein.
„Wer?“, hakte er nach.
„Es ist eine weibliche Person, ich glaube nicht das du sie kennst. Ich muss mehr über sie herausfinden und vor allem was sie für einen Einfluss auf einen gewissen Lanthalon ausübt. Ihr Name ist Sariri Teran auch eine so genannte Paladina da her bin ich auf dich gekommen.“

Ihr süßes Lächeln das sie ihm schenkte, ließ Raien noch vorsichtiger werden.
„Du weißt das ich nicht soviel mit den Paladinen der Kathedrale zutun habe...“

Er gähnte demonstrativ und sah gelangweilt zu der Frau hoch. Die musterte ihn abschätzend, stieß sich dann vom Sessel ab und ging hinüber zum Bett, an dessen Pfosten sie sich lehnte.


„Immerhin ist es eine Frau...das könnte angenehm werden.“, unterbrach Raien die Stille.
„Ich glaube nicht das sie den gleichen Orden wie dir angehört. Nun ja ich hoffe du magst es Exotisch.“ Ihr Grinsen machte Raien wieder neugierig.
„Exotisch?“
„Wenn du sie siehst wirst du wissen was ich meine, nun auf jeden Fall besteht dein Auftrag da drin wie ich schon sagte Informationen über sie zu sammeln vor allem was sie über Lanthalon weiß und ihre Beziehung zu ihm wie du das machst ist deine Sache.“
„Zum Reden bringen kannst du sie doch auch selbst...Warum muss ich mich dann anstrengen?“

Entspannt, oder zumindest den Eindruck erweckend rutschte er tiefer in den Sessel.
„Weil sie zu jemanden der zumindest zu tut als wäre er ein Paladin oder etwas in die Art schneller vertrauen findet als zu einer Person wie mir und vielleicht kannst du sie auch ablenken und von Lanthalon abbringen.“
„Halt ihr eines deiner hübschen Messer an die Kehle und sie spricht sicher sehr vertrauensvoll mit dir...aber wenn du meinst. Also eher auf die...freundlichere Art.“
„Nun ja ihr Volk kann recht widerstandsfähig gegen meine Methoden sein leider.“
Raien kräuselte die Nase.
„Die harte Sorte, wie?“, er seufzte genervt.
„...Und dafür störst du mich.“, nuschelte er weiter.
„Wenn es leicht wäre hätte ich nicht dich gefragt das solltest du wissen.“
„Miss Caljina ist sich sicher nur zu fein die Drecksarbeit der Überzeugung zu leisten.“
Das freche Grinsen des Mannes war mit einem Hauch Überheblichkeit
„Oder ich habe einfach bessere zu tun und für solche Arbeit habe ich ja Leute wie dich die für mich arbeiten.“
„Also, wenn du mich so lieb bittest, mache ich es.“
Raien verzog einen Mundwinkel zu einem schiefen Grinsen.
„Hatte ich dir irgend wann die Wahl gegeben?“
„Ja, ich hätte dich auch ignorieren und mit Marina da weitermachen können, wo du mich gestört hast.“
„Wobei selbst das dich von nichts abgehalten hätte, wie ich dich kenne.“
„Richtig das hätte nur böse für das arme kleine Ding enden können. Und das wollen wir doch beide nicht.“
„Nein, da hast du recht. Das würde den Nachschub an Frauen wesentlich begrenzen. Ausgeglichenheit ist wichtig für einen Paladin.“ Der Sarkasmus in seiner Stimme war kaum zu überhören.
„Siehst du und ich wette mit dir du hast sie nicht das letzte mal gesehen jetzt wo sie schon eine Kostprobe von den berüchtigten Raien Silberschwinge bekommen hat.“

Raien lachte.
„Ich schätze mal das sie es sich zweimal überlegen wird mich noch einmal hierher zu begleiten...Aber der Ort lässt sich ja variieren.“
„So bleibt das ganze doch immer schön spannend. Bevor ich es vergesse hast du deine Schwester gesehen? Hier scheint sie ja nicht zu sein.“
„Sie ist in die Stadt geritten - hatte etwas zu erledigen.“, nahm er das Gespräch wieder auf.

Raien zuckte halb mit den Schultern.
„Wir haben das Haus also heute für uns...“
Caljina drehte sich elegant und ließ sich seitlich auf Raien's Bett fallen. Damit entlockte sie dem Paladin ein Schmunzeln.



„Ich soll mich mit dieser Paladina also gut stellen, und herausfinden was sie mit diesem Lanthalon zutun hat?“
„Ich dachte meine Anweisungen wäre eindeutig gewesen.“
„"Eindeutig" ist etwas anderes...Aber solange du nicht eindeutig wirst habe ich freie Hand, schätze ich.“
Raien schob sich vom Sessel und ging langsam um diesen herum auf Caljina zu, die immer noch auf dem Bett saß.
„So ist es nur solltest du nicht Preis geben warum du wirklich etwas über Lanthalon wissen willst.“
„Ich bin nicht dumm. Ich frage nur nach...ob wir sie nachher noch für etwas brauchen...Ansonsten kann ich ja..tun und lassen was ich will um die Informationen aus ihr herauszukriegen.“
„Ich brauche sie nicht nein ich will nur nicht das sie dazwischen Funkt.“
„"Dazwischen Funkt"...zwischen was soll sie nicht dazwischen funken?“
Raien 's Augen blitzten neugierig, als er sich vorbeugte und eine Hand ausstreckte um Caljina die roten Haare zurück zu streichen. Diese Geste ließ sich die feurige Frau gern gefallen.
„zwischen meine Pläne die ich mit Lanthalon habe.“
„Pläne...so so. Und was hat eine unbedeutende Paladina damit zutun?“
„Nun so weit ich weiß hat sie ihn schon mal aus den "Sumpf" befreit der ihn zu mir geführt hätte. Oder sagen wir zum Teil.“
„Sag bloß du bist pikiert darüber, das dir jemand entkommen ist?“
Darüber schien sich der Paladin sehr zu amüsieren.
Mir entkommt niemand. Man kann versuchen zu flüchten aber entkommen kann man nicht.“
„Du bist wirklich pikiert...“
Caljina funkelte ihn an.
„...niedlich“, fügte Raien mit frechem Unterton hinzu.
„Ich glaube mit niedlich wirst du mich nie beschreiben können.“
Raien lachte leise.
„Es hat einen gewissen Niedlichkeitsfaktor, wenn eine Frau pikiert darüber ist das ihr ein Mann abgehauen ist.“



„Lanthalon...dieser Name sagt mir irgendwo sogar etwas.“, überlegte Raien murmelnd.
„Er ist mir nicht abgehauen er hat den Fehler begangen sesshaft zu werden. Zumindest soweit das bei ihm zutrifft.
„Er hat es tatsächlich gewagt selbstständig zu werden?“

Caljina lachte laut auf.
„Lanthalon ist so weit entfernt davon selbständig zu werden wie du davon entfernt bist dich mit Untoten zu verbrüdern.“

Raien 's Miene wurde ein wenig düsterer. Das Thema „Untote“ brachte in ihm jedes Mal schmerzhafte Erinnerungen zurück, und er wollte auf keinen Fall Caljina eine Schwachstelle zeigen. Dennoch konnte er nicht verhindern das sich seine lockere Haltung kurz versteifte.

Wenige Sekunden später stellte sich jedoch wieder seine neutrale Fassade ein.


„Dennoch spielt er deine Spielchen nicht mehr mit, das ist doch, was dich so ärgert, wie?“
„Mich ärgert das er selbst nur eine Schachfigur in meinen Spiel ist er hätte wirklich Potenzial zu mehr gehabt.“
„Hast du ihm etwa mehr zugedacht als eine Spielfigur zu sein?“
Caljina schenkte ihm einen amüsiert Blick.
„Ich dachte du kennst mich besser. Nein aber er hätte vielleicht der König in meine Schachspiel werden können.“
„Hmm, lass mich doch auch mal das unvermutete Hoffen...Und was willst du jetzt noch von ihm?“
„Was glaubst du wohl? Mir ist ein wenig langweilig und er passt gerade in meine Pläne.“
Raien gab ein leises Murren von sich.
„Und dafür muss ich meine Abendaktivitäten unterbrechen? Nur damit du irgendwann deinen Spaß daran hast, alte Spielfiguren auf dem Feld herum zu schubsen.“
„Interessante alte Spielfiguren zu dem eine wichtige und vielleicht kann er mir bei der ein oder anderen Sachen helfen.
„Interessant...und wichtig. Und eventuell sogar hilfreich...Ein richtiger Hauptgewinn, wie?“
„Bist du neidisch das ich mir nicht so viel um dich machen?“ Caljina grinste ihn herausfordernd an.


Der Mann beugte sich auf beide Hände gestützt nach vorn, bis er nur noch wenige Zentimeter von ihr entfernt war.
Caljina zog eine Augenbraue hoch und schaute ihn an.
„Du sitzt gerade nicht in seinem Bett.“, schmunzelte Raien.
„Oh du meinst die Männer in deren Betten ich bin bedeuten mir was? Das finde ich witzig.“
„Oh nein...dann würde dir die halbe Menschheit etwas bedeuten und du müsstest Priesterin werden.“

„Das war nun aber ein wenig gemein.“ Sie lachte wieder.

Raien hauchte in ihr Ohr: "Ich frage mich nur ob du überhaupt in sein Bett kommen würdest..."
„Ich glaube wenn ich wirklich will würde ich das ja.“
Raien kicherte leise.
„Aber du willst natürlich nicht...“, stellte Raien in sarkastischem Ton fest.
„Das habe ich nicht gesagt. Er übt schon ein gewissen Reiz aus.“
Raien lachte und lehnte sich zurück in die Kissen seines Bettes. Er musterte Caljina mit amüsierter Miene.
„So-so. Meinst du es würde dir sein Bett ebnen wenn ich mir diese Sariri vornehme? Ich meine...ich bin ein wohlwollender Mensch...“
„Vielleicht.“
„...ich helfe dir gern.“
„Dann hoffe ich für dich das sie exotisch genug ist, um meine Aufmerksamkeit zu erregen.“
„Ich denke das ist sie kommt ganz auf deine Vorliebe drauf an.“
Raien schnurrte: "Kennst du die nicht?" Und entlockte Caljina damit ein Schmunzeln.
„Sagen wir dann eben auf deine exotischen Vorlieben.“

„Ich werde sie mir ansehen...irgendwelche Besonderheiten die ich beachten muss?“
„In welcher Beziehung meinst du das?“
Raien lachte.
„In denen die du kennst. Ein Tipp für meine Rolle? Bin ich dem Licht ergeben?“
„Ich kenne nur das was mir einige wenige Spione berichten das sie sich sehr ihrer Sache hingibt. Du solltest also den gläubigen Paladin spielen. Ich hoffe das bekommst du überhaupt hin.“
„Ist das eine Herausforderung?“
Erwiderte den Blick den Caljina ihm zuwarf und reckte kaum merklich sein Kinn nach vorn.

In Sturmwind arbeitete Raien unter Anleitung der Paladine der Kathedrale als Stadtwache. Seine Fähigkeiten mit der Waffe und sein Geschick im Umgang mit Menschen hatten ihm dort ein hohes Ansehen und Einfluss verschafft, von denen auch Caljina profitierte.

Obwohl er nicht tief dem Licht verschrieben war, sondern lediglich dessen Macht für sich und den erbitterten Kampf gegen die Geißel nutzte, spielte er täglich seine Rolle als gläubiger Anhänger.


„Für dich vielleicht ich weiß nicht wie gut du Schauspielern kannst.“
„Immerhin tue ich so als gefiele es mir das du in meinem Bett sitzt...ist das nicht was?“

Er schnaubte leise und zeigte Caljina ein herausforderndes Funkeln in seinen verschiedenfarbigen Augen.

Diese drehte sich halb zu ihm um und krabbelte leichtfüßig über ihn.

„Vielleicht kann ich dafür sorgen das es für dich wirklich angenehmer wird...“, schnurrte sie.

Wenn Yaiiri uns erwischt wird es Tote geben.“, murmelte Raien, bevor er Caljina zu sich hinab zog und leidenschaftlich küsste.


...


„Immerhin muss man dich nicht aus dem Bett werfen.“

Raien streckte sich und legte die Hände hinter den Kopf.
„Nein ich gehe freiwillig, das war nicht mal ganz so geplant. Auch wenn es angenehm war.“
Raien lachte leise.
„Hmm, dafür lief es ganz gut nach meinem Plan.“, grinste er frech zu ihr hinüber, während sie bereits ihre Sachen einsammelte und anzog.
„Das ist auch eine Ausnahme.“
„Sicher?“
„Voll und ganz.“ Zuletzt band sie sich ihr Stirnband wieder um.
„Du kennst deine Aufgabe und ich dulde nicht das du diese missachtest.“

„Ich habe viele Aufgaben...“
„Aber nur meine sollten die sein die Wichtig für dich sind.“
„Aber natürlich...Caljina. Du bist das einzige was wichtig ist...“
Raien kicherte amüsiert.
„Hör auf dich lustig über dich zu machen. Das haben schon viele versucht.“
„Wenn ich die Gefahr nicht liebte, würde ich nicht mit dir schlafen.“
„Übernimm dich nicht.“
„Keine Sorge.“
„Einen schönen Abend wünsche ich noch.“, sagte sie schließlich und verließ eilig und ohne zurückzublicken das Zimmer.
„Ebenso, Caljina“, murmelte Raien hinter ihr her und gähnte dabei herzhaft.

18.3.09 14:06
 


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