Die unendlichen Geschichten einer unendlichen Welt.
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Der verhinderte Verrat

In diesem Moment klopfte es kräftig an der Tür.

 „Lanthalon Forthing! Ich muss mit dir reden!“, drang eine laute Stimme durch die hölzerne Tür.

Es klopfte wiederholt.

Lanthalon runzelt die Stirn und sah zu Aleena hinab.

Sie rief hastig: "Fijendal! Kommt rein."

Aleena zuckte zusammen, wischte sich hastig über die Augen und taumelte von Lanthalon zurück, der sie kurz am Arm packen musste, damit sie nicht das Gleichgewicht verlor.

Fijendal öffnete die Tür und trat drei Schritte in den Raum hinein und machte in Anbetracht der Szene ein ziemlich missmutiges Gesicht.

Lanthalon grüßte den Nachtelf mit einem misstrauischem Blick und einem kaum merklichen Nicken.

Aleena sah von einem zum anderen.

Ihre Stimme zitterte als sie hervorbrachte: "Ich..ich lass euch dann lieber allein...Ihr habt sicher viel zu bereden."

„Ich denke auch... bitte geh.“, erwiderte Fijendal mit festem Blick auf Lanthalon.

Lanthalon zuckte halb mit den Schultern und lehnte sich an die Wand. Er schaute Aleena kurz nach als sie eilig den Raum verließ.

Die Tür fiel mit einem leisen Knall ins Schloss – danach herrschte Stille.

 

Fijendal trat näher an Lanthalon heran, der den Nachtelf immer noch musterte.

Dieser sah den Mann abschätzig einen langen Moment lang, wobei sein Atem heftiger wurde und man sah, wie Wut in ihm hochkochte.

„Beeilt Euch mit dem was Ihr sagen wollt, je eher wir hier fertig sind desto eher kann ich gehen.“, sagte Lanthalon mit unbeeindruckter Miene und verschränkte die Arme vor der Brust. Er verzog jedoch kurz das Gesicht als er die linke Schulter bewegte, auf der immer noch eine oberflächliche Wunde zu sehen war.

Fijendal ´s Gesichtsausdruck verhärtete sich anlässlich Lanthalon’s Aussage. Lanthalon sah die Faust des Elfen zu spät heransausen, um völlig ausweichen oder sie aufhalten zu können.

Mit einer harten Rechten traf Fijendal seinen linken Kiefer.

„Du geht nirgendwo hin, du Feigling!“, fauchte er ihn an.

Lanthalon verzog schmerzhaft das Gesicht und ein Knurren kam über seine Lippen, aber er setzte auch nicht an sich für diesen Schlag zu revanchieren. Schweigend sah der den Nachtelfen an und wartete ab.

„Wieso bist du wieder weg? Weißt du was du Themes mit deinem verschwinden antust?“

Lanthalon schloß kurz die Augen und öffnet sie dann mit einem Seufzen wieder.

„Ich hätte mir denken können dass es auf so eine Diskussion hinausläuft.“

„Die hättest du dir sparen können wenn du mit ihr die Verhältnisse geklärt hättest.“

Lanthalon leckte sich kurz über die Lippen.

Der Elf schüttelte den Kopf.

„ Dann auch noch auf so verstohlene Art und Weise. Was geht nur in dir vor Mann!“, sagte er abwertend.

Lanthalon schaute halb zur Seite.

 Er hatte nicht die geringste Lust Fijendal das zu erklären. Fijendal, dem Themes vertraute, und der sie nun beschützte. Fijendal, der an Lanthalon stelle stand und nun für Themes sorgte.

„Dinge die niemanden etwas angehen. „

Fijendal knirschte angespannt mit den Zähnen.

„Das ist deine Sicht der Dinge. Solange es jemandem, der mit nahe liegt schadet, mische ich mich ein.“

Er wurde von einer Welle aufschäumender Wut gepackt, die ihn Lanthalon finster ansehen ließ.

 „Das ich ihr nicht von meinem Aufbruch gesagt habe war nicht geplant.“

Lanthalon zuckte halb mit den Schultern.

„Du..!“, keuchte Fijendal, Lanthalon jedoch sah ich ruhig an.

„Ist es dir denn völlig gleich? Nicht geplant sagst du? Dann hättest du es nachholen können. Der Schiffsverkehr mit Truppenreserven ist fast nahtlos.“

„Es hat sich nicht ergeben. Und dann...hielt ich es für besser es auf sich beruhen zu lassen.“

„Du hast es so aussehen lassen als ob du mit der "Hoffnung" die Handelsroute abfährst. Und dann machst du dich hierher auf? Nicht geplant, beim Taurenarsch ... geplant!“

Die Stimme des Elfen wurde vor Wut immer lauter.

Lanthalon wog den Kopf einmal nach rechts und nach links.

„Ich habe auch nicht geglaubt dass es so lange dauert. Es war jedenfalls nicht so geplant wie es nun geendet ist.“

„Was kann den so wichtig sein, das es so lange dauern darf, das die Frau die dich liebt, dich hoffnungslos verloren glaubt?“

Lanthalon 's Lippen wurden schmal.

Es wurde Zeit das Fijendal ging.

„Themes hat nie... Es ist nicht so tief gewesen als das sie nicht über mich hinwegkommen würde.“

Er wechselte schnell das Thema.

„Aleena sagte, das du hier bist um eine Entscheidung zu treffen. Was glaubt Themes wo ich bin?“

„Sie glaubt du bist tot. „

Lanthalon nickte langsam.

„Noch...“, fügte Fijendal hinzu.

„Und du bist hier um zu entscheiden, ob du das bestätigen sollst oder nicht.“

„Ich kann es ihr nicht verweigern. Ich bin kein Schlächter. Ich bin scheiß wütend ja. Wenn du nicht so lädiert wärst hätte ich auch weniger Skrupel gehabt. Aber ich versuche mir alte Gewohnheiten nicht wieder anzugewöhnen.“

Lanthalon verzog den Mund zu einem halben, angedeuteten Grinsen. Das fast überhaupt keine Emotion zeigte, sondern eher aufgesetzt wirkte.

„Ich wäre nicht hier, wenn Aleena nicht diese Mittel ergriffen hätte um mich zurückzubringen. Ihr solltet ihr also danken das ich so lädiert bin, und nicht gänzlich tot. Zumindest könnt ihr so Euer Gewissen und Eure Wut befriedigen.“

Setzte nach: „Bevor Ihr zu Themes zurückkehrt und ihr erklärt das ich tot bin.“

„Du kannst mich nicht manipulieren.“, fuhr Fijendal ihn an.

Lanthalon rang das höchstens ein Schmunzeln ab.

Er hatte schon ganz andere Dinge so hingebogen, wie er sie benötigte.

„Ich möchte dass du zu ihr gehst und das Loch schließt das du hinterlassen hast, bevor du verschwindest.“

Eine kurze Pause entstand. Und ein heftiger Wortsabtausch folgte. Fijendal und Lanthalon sahen sich wütend an.

„Was bist du nur  für ein Feigling? Wenn du sie meiden willst, dann schließe mit ihr ab.“

„Ich will sie nicht meiden, ich habe nur schon vor langer Zeit versucht ihr nicht zu nahe zu kommen. Das ist ziemlich kläglich gescheitert. Ich schätze, es würde ihr mehr wehtun wenn ich jetzt zu ihr ginge.“

„Falsch, das würde dir wehtun. Sonst könntest du es einfach. Ob es ihr wehtut, wirst du dann sehen.“

„Und das würde ihr helfen? Zu sehen dass ich von ihr fortgerannt bin, und nun zu ihr zurückkomme um ihr zu sagen das ich sie verlassen habe?“

„Wieso willst du ihr denn nicht zu nahe kommen? Was ist den dass für ein Zustand. Liebe ohne absolute nähe?“

„Dann weiß sie wenigsten woran sie ist.“

„Ich liebe sie nicht.“, erwiderte Lanthalon knapp. „Und dasselbe gilt für sie.“

 

 

„Wenn sich dich liebt, wird sie das auch Verletzten. Aber es bleibt nicht diese ungewisse Hoffnung.“

„Themes ist vielleicht verliebt, aber das ist weitab von Liebe. Und darüber wird sie hinweg kommen.“

„ Wie alle anderen, jeden Tag, immer wieder aufs Neue.“

„Das passier bei ihr nicht jeden Tag! Es passier immer seltener, weil sie von Spezialisten wie dir sitzen gelassen wird!“

„Deswegen wollte ich so etwas nie zulassen. Ich habe sie gewarnt.“ Lanthalons Stimme klang kühl, ebenso wie seine steinerne Miene.

„Vielleicht dachte sie, sie nimmt eine besondere Stellung ein und hat die Warnung deshalb nicht wahrgenommen.“

Fijendal seufzte.

„Sag mir einen Grund weshalb du nicht mit ihr reden willst.“

Lanthalon holte Luft, um ihm die Gründe herunterzubeten. Dabei klang er so teilnahmslos, das Fijendal nur den Kopf schütteln konnte.

„Weil es ihr weh tun würde. Weil wir nicht zusammen gehören. Weil sie glücklich werden kann ohne mich. Weil ich nicht mehr zu ihrem Leben gehöre, und das vermutlich auch gut so ist.“

„Du hast ein Loch in ihrem Herzen hinterlassen mit deinem stillen Verschwinden. Und das wird ihr ein Leben lang Schmerzen bereiten. Weil ihr Herz schon solche Löcher in sich trägt.“

Lanthalon runzelte kaum merklich die Stirn, ließ sich aber ansonsten nichts anmerken.

„Was für ein Gefühl soll das einer Frau geben, wenn ihr die Männer stillschweigend aus dem Leben schwinden...fliehen.“

 „Mein Verschwinden erspart ihr die Auseinandersetzung mit dem Gedanken, warum sie nicht gut genug sein konnte. Denn das wird sie sich unweigerlich fragen.“

 „Das braucht sie aber nicht, da du eine Antwort auf ihre Frage hast!“

„Welche Antwort habe ich denn? Das ich nicht gut genug für sie bin?“

Lanthalon schnaubte.

„Oder vielleicht das sie alles richtig gemacht hat und wir einfach nicht zusammen passen? Als ob sie das nicht als billige Lüge abtun würde. Sie wird mir das nicht glauben selbst wenn es wahr ist.“

„Wieso solltest du denn nicht genug für sie sein? Stellte sie absurde Ansprüche and ich?“

„Sie würde glücklicher mit jemand anderem.“

„Woher willst du das wissen ob sie es nicht glaubt, ohne es zu Versuchen. Ist den die die Chance, dass sie es doch tut nicht wert die Sache so gut wie möglich abzuschließen.“

„Hör auf dich mit Hirngespinstmännern der Zukunft zu vergleichen. War eure gemeinsame Zeit nicht..... schön?“

„Die Sache "gut abschließen" bedeutet für mich ein für alle mal aus ihrem Leben zu verschwinden. Weil meine Präsenz darin sie nur behindern würde.“

„Ihre Wahrnehmung im Bezug auf dich wird sich mit der Zeit ändern, wenn ihr anders miteinander umgeht.“

Lanthalon seufzte leise.

Fijendal verstand es einfach nicht.

„Wenn es nicht so ist, verpasse ich die Chance mich endgültig aus ihrem Leben zu streichen. Unwiderruflich.“

„Wieso, wenn du das wünscht, kannst die Nummer ja noch mal abziehen. Diesmal vielleicht eine Schatzsuche mit der Hoffnung in Mitten des Maelstroms. Bist doch ein kreativer Kopf was das angeht.“

Der Ton Fijendals ärgerte Lanthalon und er knurrte unwillig.

„Ich tue das hier nicht weil es mir Spaß macht!“, fauchte er.

Fijendal jedoch grinste nur leicht hämisch.

„Sondern, weil du Angst hast?“

„Weil ich ihr und mir das ersparen will.“

„Was ersparen?“

Lanthalon starrt an Fijendal vorbei auf die Tür.

Fijendal fragte zuviel….aber er musste ihm antworten, sonst würde der Elf keine Ruhe geben.

„Es ist leichter jemanden zu verlieren, wenn man ihn wirklich verliert und er nicht nur einfach geht. Wenn man sich nicht die ganzen Ausreden anhören muss, die Leute für solche Gelegenheiten erfinden.“

Lanthalon dachte an Juliana und Darian.

„Es ist vielleicht leichter für dich.“

„Themes glaubt ich sei tot! Sie wird kaum hoffen das ich um die Ecke komme und ihr in die Arme falle.“

„Das wohl kaum.“

„Es _gibt_ keine Wahrheit.“

„Aber du bist nicht tot. Und ich werde dich nicht als tot erklären. Soll ich ihr sagen dass du lebst, aber ein Feigling bist? Es nicht wert bist, das sie sich Gedanken über dich macht? Das du wie Daed bist?“ Fijendal sah ihn an.

„Weil sie’s einfach nicht ist, nicht bringt? Ich glaub ich kann dich nicht verstehen.“

„Dann seid Ihr es der Ihre Zukunft zerstört, nicht ich. Ich will Ihr das ersparen. Deswegen gehe ich nicht zu ihr. Weil sie genau das denken wird, egal wie ich es ihr beibringen. Egal was ich sagen werde. Sie wird denken "Dass sie es nicht bringt"  und "dass sie es nicht wert ist". Und genau das wird ihr die Steine in den Weg legen.“

 „Ihr versteht mich nicht?“ Lanthalon wurde wütend.

„Das was Themes’ will kann ich ihr nicht geben, aber sie sucht es verzweifelt in mir. Wenn ich sie verlasse wird sie den Fehler nicht bei mir suchen, so wie sie es sollte.“

„Du könntest ihr das Gegenteil beweisen, aber du denkst ja dasselbe von dir...“, warf der Schurke ein.

„Ich denke das, weil ich weiß dass es so ist!“

„Aber was ist denn dein "Fehler", den du mit dir Trägst? Das du sie nicht aufrichtig liebst?“

 

 

„Das...ist eben so.“

„Sag’s ihr einfach...“

„Ich habe nicht vor es ihr zu sagen, egal was Ihr oder Aleena euch einfallen lasst. Aber ich werde das nächste Mal nicht so ruhig sein wie dieses Mal. Was auch immer ihr Aleena erzählt habt, es ist mir egal was sie oder ihr macht.“

„Du hast wohl überhaupt keinen Stolz was?“

„Was hat das mit Stolz zutun?“

„Das du zu dem stehst was du tust. Vor Themes, nicht vor Außenstehenden. Was würdest du machen wenn ich sie zu dir bringe? Ohne das du darauf vorbereitet bist?“

Ich würde mich freuen ihr Gesicht zu sehen…das ich so lange Zeit vermisst habe.

Lanthalon schüttelte kaum merklich den Kopf um diesen Gedanken loszuwerden.

„Du müsstest sie jetzt in dieser Sekunde aus dem Hut zaubern.“, antwortete er stattdessen kühl.

Fijendal zuckte mit den Achseln.

Lanthalon verengt die Augen, er hatte ein seltsames Gefühl bei diesen

„Das kann ich nicht, Aber vielleicht kann ich dich finden. Nach dem ich weiß wo du jetzt  gerade bist.“

„Ich habe es die ganzen Wochen vorher geschafft nicht gefunden zu werden.“

„Es würde einiges vereinfachen, wenn du zu ihr gingest.“

„Die Sache wäre bereits erledigt, wenn ihr Euch nicht daran klammern würdest das ich zu ihr zurückkehre. Sie hat bereits damit abgeschlossen, wenn sie den Gedanken an meinen Tod in Erwägung zieht. Wenn sie den Gedanken an mein Verschwinden oder meinen Tod akzeptiert hat, dann wird es ihr besser gehen. Sie wird weiter machen.“

„Das sagt sie. Aber das "hofft" sie nicht.“

Fijendal blickte ihn zweifelnd an.

„Soweit kenne ich sich mittlerweile auch.“

„Wann werden Hoffnungen schon erfüllt.“ Lanthalon klang gefühllos und seine Miene verriet immer noch keine Regung.

„Unfälle passieren, und so ist auch meiner passiert. Themes weiß dass Menschen eben sterben, dass diese Welt gefährlich ist.“

 

„Was hindert dich denn so daran sie zu verletzen, wenn du sie nicht liebst?“

Fijendal seufzte.

„Das hat Themes nicht vedient, und das wisst Ihr genauso wie ich. Sie ist...sie hat es nicht verdient verletzt und enttäuscht zu werden. Und ich hätte ihr das gern von Anfang an erspart.“

Lanthalon schloss kurz die Augen und sammelte sich.

„Mit Eurem feigen Verschwinden verletzt ihre sie umso mehr! Und ich trage die Schuld wenn ich ihr von deinem nicht-tot erzähle.“

„Das sich das alles solange hinzieht war nicht meine Absicht...“, räumte der Krieger ein.

„Du willst nicht mit ihr reden. Ich will dass du mit ihr redest. Das ist ein Konflikt.“, stellte Fijendal fest und Lanthalon fügte hinzu:

„Mit dem Unterschied, das ich Themes nicht weiter belasten will, und Ihr nur darum herumgehen wollt,  Ihr etwas zu erzählen das nicht der Wahrheit entspricht.“

Es klopfte leise an der Zimmer Tür, und Lanthalon blickte misstrauisch zu Fijendal, als dieser sich sofort der Tür zuwandte.

„Einen Moment.“

Lanthalon Zog die Stirn in Falten. Was sollte das jetzt? Wer sollte dieses Zimmer betreten wollen außer…

Er atmete erleichtert aus, als Fijendal ihm bekundete, das er eine Erfrischung beim Wirt geordert hatte.

„Du wirst doch nichts dagegen haben? Das viele reden macht so einen trockenen Mund.“

Fijendal zwinkerte, und der plötzliche Umschung der Stimmung machte Lanthalon wieder misstrauisch.

Der Elf  öffnete die Tür einen Spaltweit, nahm ein Tablett mit einer Karaffe Wasser und einigen Gläsern entgegen und stellte sie auf dem Bett ab.“

„Ich weiß, du bevorzugst Wein. Aber davon wird meine Zunge immer so pelzig.“

Grinsend schloss er die Holztür und schenkte sich danach ein Glas Wasser ein.

„Da ich heute Nacht noch gern aufbrechen will, reicht Wasser denke ich völlig.“

„Wohin willst du denn hier? Mit deinen Verletzungen?“

Lanthalon Antwortete darauf nicht, stattdessen fuhr er fort:

„Da ich mit Euch geredet habe, wird Aleena mich wohl gehen lassen ohne weiter hinter mir herzulaufen.“

„Wenn Aleena euch gehen lässt, ist das ja schon Mal die halbe Miete.“

„Ihr müsst gute Argumente gehabt haben, um sie derart handeln zu lassen.“

Er spürte die Enttäuschung über Aleena’s Verhalten in sich hochsteigen.

„Normalerweise gehörte ihre Freundschaft und Hilfe mir und...niemand anderem den sie kaum kennt.“

Er ließ den Blick über Fijendal wandern.

„Sie macht sich wohl größere Sorgen um dich als du dachtest, wenn sie schon zu Leuten wie mir kommt.“

„Sie hat sich schon immer zu viele Sorgen gemacht.“

„Du verhältst dich komisch. Ich würde ihre Sorgen wohl teilen, wenn du mir mehr bedeuten würdest.“

„Ich habe sie nicht gebeten sich um mich zu sorgen, oder mir nachzulaufen. Ebenso wenig wie Themes Euch bitten würde, hierher zukommen um mit mir zu reden.“

„Darum muss man Freunde auch nicht bitten. Sie tun es einfach. Damit hast du Recht. Es ist meine Entscheidung. Sie bedeutet mir sehr viel. Wenn auch auf eine andere Art und Weise.“

Der Nachtelf nahm einen Schluck Wasser, und in der aufkommenden Stille musste Lanthalon hart mich sich ringen. Ein Funken Eifersucht brannte in ihm und ließ ihn innerlich knurren.

„Und deswegen verlangt Ihr von mir, mit ihr zu sprechen und sie zu verletzen? Werdet Ihr derjenige sein der die Scherben zusammenkehrt?“ Ihr seid euch genauso wenig wie Aleena darüber bewusst, was das anrichten würde.“

„Ja, ich werde da sein um ihr zu helfen. Es ist so eine hässliche Angewohnheit, aber ich werde dich einfach nicht in Ruhe lassen, bis das geklärt ist.“

Lanthalon setzte ein sarkastisches Lächeln auf, das so schnell wieder verschwand wie es gekommen war. Langsam aber sich verabschiedete sich seine Geduld.

„Es scheint als habt Ihr nicht vor mir in der nächsten Zeit meinen Frieden zu lassen.“

„Wer weiß welch Überraschung uns noch aufgetischt wird….“, sagte der Elf nur und blickte Lanthalon an. Dieser brachte nur ein missmutiges Schnauben zustande.

 „Ja, ich glaube das würde mich auch nerven. Aber ich wüsste gerade nicht was du dagegen tun könntest.“

„Ganz einfach, meine Sachen packen und verschwinden.“

„Wohin denn? Ins Kriegsgebiet? Zurück in die Königreiche?“

„Dahin wo ich will.““

„Ach so eine Reise macht Spaß. Ich könnte dich dabei etwas bei Laune halten, wie wäre das?“

Lanthalon 's Miene verfinsterte sich.

„Ich reise allein, und ihr kehrt dorthin zurück wo ihr hergekommen seid. Und helft Themes weiter zu machen. Ich habe mit Euch geredet, damit habe ich das erfüllt was ich hier sollte. Meine Entscheidung ändert sich dadurch nicht.“

„Und jedes Mal wenn sie aufs Meer sieht und wieder einen ‚Gesucht-Lantahlon’-Flugzettel zerknüllt soll ich sagen, er hatte bestimmt einen schönen Tod?“

„Sie wird aufhören an mich zu denken.“, brachte der groß gewachsene Mann hervor.

„Das Daed einfach abgehauen ist denkt sie heute noch!“

Auch Fijendal’s Geduld litt unter der Sturheit des Kriegers.

„Du bis so ein Idiot!“, schrie er diesem aufgebracht entgegen.

Lanthalon jedoch flüchtete sich in seine vorgetäuschte Ruhe.

„Ich weiß nicht wer dieser "Daed" ist, oder was er getan hat aber..“ Er beendete den satz nicht, denn er wurde durch ein abwinken Fijendal’s unterbrochen.

„Das verlange ich auch gar nicht.“

„Ich erspare ihr genau das, Fijendal, nämlich diese erneute Situation dass jemand vor ihr wegläuft.“

„Das ist doch gelogen. Denn genau das tust du. Du läufst! Und das sogar mit Irrfährten.“

 

In diesem Moment änderte sich die Stimmung im Raum so schlagartig, dass man die Gefühle im Raum fast hätte greifen können.

Lanthalon klappte fast der Mund auf, als er plötzlich Themes seitlich hinter Fijendal stehen sah. Er starrte sie perplex an.

Wie konnte sie…?

Themes ballte ihre Hände an den Seiten zu Fäusten.

„Genau das... tut er. Wieder einmal.“, zischte sie mit leiser, aber scharfer Stimme.

Fijendal schluckte, und auch Lanthalon musste diese Situation erst einmal begreifen.

Die Elfe ging einige Schritte auf Lanthalon zu.

„Du.. bist so ein sagenhafter Feigling, dass mir dafür die Worte fehlen, Lanthalon Forthing.“

Lanthalon sah Themes an, dann warf er einen fragenden Blick zu Fijendal.

„Seid wann...?“, brachte er mühsam hervor.

„Genug um zu begreifen, was für ein Arsch du bist.“ Sie ging die letzten Schritte an ihn heran und schubste ihn unsanft. Seine Bandagen missachtend gegen die Wand.

Lanthalon ließ sie gewähren, zu verwirrt um darauf überhaupt reagieren zu können.

Themes’ Gesichtsausdruck war finsterer als alles, was Lanthalon bisher an ihr gesehen hatte. Ihre Lippen waren zu dünnen, unbarmherzigen Strichen gezogen.

Lanthalon schloß kurz die Augen, legte den Kopf in den Nacken und schmunzelt ergeben.

Welch Ironie das sie jetzt hier auftauchte. Er hatte es so lange verhindern wollen, und hatte es fast geschafft endgültig zu verschwinden. Und jetzt das hier.

„Damit hast du vermutlich recht.“, stellte er in einem sarkastischen Tonfall fest.

Die Ironie dieser Situation musste an den anderen beiden wohl vorbeigegangen sein.

Themes holte mit einer unvorbereiteten Geste aus und zielte mit ihrer rechten Faust auf Lanthalon’s Kinn. Dieser zuckte zwar, wich ihr aber nicht aus – konnte es auch gar nicht, denn sie war ziemlich schnell. Ihre Faust fand zielsicher sein Gesicht und prallte mit einem knirschenden Geräusch darauf. Mit einer harten Linken setzte Themes nach, diesmal traf der Schlag den Krieger in den Bauch.

Er keuchte und sackte halb zusammen. Seine rechte Hand in die Seite gepresst, die von seinem Kampf mit Dae noch lädiert war, richtete er sich wieder auf und sah Themes mit festem Blick entgegen.

„Lauf nur weg, Lanthalon...“, knurrte die Elfe bedrohlich.

„Aber von deinen Schatten und vor deinen Verantwortungen wird das ein ewiges Rennen werden.“ Mit einem Ruck zog sie ihn halb hoch und drückte ihn  gegen die Wand.

Lanthalon sah sie mit schmal zusammengepressten Lippen schweigend an, während Themes mit dem linken Ellenbogen gegen seine Brust drückte und ihre Rechte sich mit einem festen Griff um seinen Hals legte. Sie kam ihm ein Stückchen näher und hinter der kalten Wut in ihren Augen schimmerte etwas wie großes Bedauern und Enttäuschung.

„ Alles....“ Lanthalon spürte wie sie um ihre Beherrschung rang.

„…was ich wollte, war... Ehrlichkeit. Wahrheit. .. Wahr.. Wahrhaftigkeit.   Und nun sehe ich, wie du es mit einem Lächeln fortwirfst, als bedeutet dir das alles nichts.“

Themes betonte ihre Worte durch erhöhten Druck auf seine Brust, und jedes Wort fuhr schmerzhaft durch Lanthalon’s Körper.

Lanthalon sah wie Fijendal das Geschehen mit einem gequälten Bedauern beobachtete, dann richtete er selbst einen Blick an den beiden Nachtelfen vorbei zur Tür.

Mit ihrer rechten Hand zwang Themes seinen Blick wieder nach oben.

„Sieh mich wenigstens an, denn dies ist die Wahrheit. Eine, vor der du immer wieder davonrennst wie ein panischer ... Esel!“

Ihre Wangenmuskeln zuckten.

Der Blick des Kriegers richtete sich auf sie, und er war diesmal fast ein wenig zu starr – eine nichts sagende Miene.

 „Was willst du jetzt von mir hören?“, presste er hervor.

„Wie ich sagte... die Opferrolle passt dir zu gut. Ich will nichts mehr von dir hören. Ich bringe dir nur Befreiung von deiner letzten Lüge. Vor deiner letzten Flucht. Mach das, was dir gefällt.“

Er spürte wie verletzt sie war, und sehnte sich danach ihre Schmerzen lindern zu können. Je länger er Themes betrachtete, umso deutlicher regte sich der Drang in ihm, sie festzuhalten. Ihr zu sagen, das er sie liebte. Sie zu bitten bei ihm zu bleiben.

Doch dafür war es zu spät. Und er musste zu Ende bringen was er angefangen hatte.

 

 „Ich hoffe... du findest dich eines Tages selber… und stehst zu dem, der du wirklich bist.“

Themes verzog den Mundwinkel, aber es ähnelte nicht im Entferntesten einem Lächeln.

„Wenn es dir lieber ist, dass du für mich tot bist, dann sei dem so.“

„Das hatte…nur einen Grund. Es sollte dir das hier ersparen.“

„Glaube mir... alles, was ich in den letzten Wochen durchgemacht hatte, war Tausend mal schlimmer. Lügen ist das, mit dem ich nicht leben kann. Ich dachte, das wäre dir irgendwann einmal aufgefallen.“

„Es sollte sich nicht in die Länge ziehen, und es war auch nicht so...geplant. Es sollte nicht so sein wie es jetzt ist.“ Er verhedderte sich in seinen Worten und schwieg dann wieder.

„Du hättest es einfacher haben können. Aber mir ins Gesicht schauen und sagen 'ich will nichts von dir, lass und getrennte Wege gehen'... das bringst du nicht fertig.“

 

„Ich werde nicht versuchen zu entschuldigen was ich getan habe.“

„Nein, du entschuldigst dich nie, nicht wahr?“

„Würde es nicht wunderbar in meine Opferrolle passen wenn ich um deine Gnade betteln würde?“ Sein Ton wurde sarkastisch, herausfordernd und er bereute es sofort.

Themes blinzelte einen Moment.

„ Die hast du auch so. Ich vergebe dir, Lanthalon. Weil du so bist, wie du bist.“

Er schaute einen Moment überrascht, dann gewann seine feste Miene wieder die Oberhand.

„Es muss mir nicht gefallen, wie du Sachen angehst. Und ich darf davon enttäuscht sein. Wenn du einmal aus meinen Augen geschaut hättest...“

Sie schüttelte leicht den Kopf und ergänzte leise: „Das ist egal.“

Themes senkte kurz den Kopf, hob ihn darauf jedoch wieder und blickte Lanthalon ruhig an. Anscheinend schien keine Tränen mehr übrig zu sein für diesen Moment.

„Ich vergebe dir. Und wünsche mir für dich... dass…“

Themes setzte nun doch ein Lächeln auf, welches allerdings matt und unendlich müde aussieht.

„…dass du glücklich wirst.“

Lanthalon schluckte. Sie kam ihm in diesem Moment so zerbrechlich und verletzlich vor, das er  sich selbst verfluchte der Grund dafür zu sein.

„Elune Adore, Lanthalon.“

Themes straffte ihre Schultern und wendete sich zum Gehen. Mit einem Nicken gab sie Fijendal ein Zeichen zu folgen.

Das war also ihr Abschied…Er hatte ihn sich nicht so schmerzhaft vorgestellt…Vor allem nicht so schmerzhaft für sie. Sie, die er so enttäuscht hatte.

Lanthalon starrte auf ihren Rücken, und seine Gedanken rauschten durch seinen Kopf.

Er wollte sie nicht gehen lassen. Aber er…musste…

Bevor er es selbst begriffen hatte, hatte er bereits einen Schritt nach vorn getan und eine Hand ausgestreckt, um nach Themes zu greifen.

"Wa-" er brach ab und blieb stehen. Sein Blick lag verwirrt auf Themes, die innehielt.

„Es tut mir Leid.“, brachte er mit leiser Stimme hervor. „Leb wohl.“

Themes zögerte einen Moment und drehte ihren Kopf halb in Lanthalon’s Richtung, ohne ihn jedoch anzusehen. Dann ging sie mit geraden Schritten aus dem Raum.

Fijendal blieb noch kurz stehen, und sah Lanthalon an, dessen Blick auf die offene Tür gerichtete war, durch die die Elfe verschwunden war.

„Ich werde dich nicht länger belästigen Lanthalon.“

„ Ich hoffe ihr könnt die Scherben aufsammeln und zusammensetzen.“ Lanthalon’s Stimme klang monoton und kühl, doch sein Blick zeigte seine Innere Zerrissenheit.

Schnell verließ er das Zimmer und schloss die Tür.

Lanthalon starrte die geschlossene Tür an. Es war seltsam Still im Raum, eine Stille, die ihn zu erdrücken schien.

 

Draußen vor der Tür wischte sich Themes schnell über die Augen und lehnte ihre Stirn an den kühlen Stein.

„Es tut mir Leid...“, tröstete Fijendal sie.

Themes hob ihren Kopf und schaut Fijendal an.

„Das muss es nicht.“

Der Elf legte eine Hand an ihre Schulter.

„Ich hätte mir gewünscht es nimmt ein anderes Ende. Deinetwillen.“

„Ich.. war... darauf vorbereitet. Doch.. ich muss gestehen, dass ich es diesmal war, die vor dieser… Erkenntnis die ganze Zeit weggerannt ist.“

Sie schüttelte den Kopf und machte eine abwehrende Geste.

„ Er hatte es gesagt... damals. Ich wollte ihm nicht glauben.“

„Es ist nicht falsch zu hoffen. Nur manchmal sehr schmerzhaft.“

„Warte hier einen Moment, ja. Ich… habe etwas vergessen.“

Fijendal nickte.

„In Ordnung“

 

Themes wandte sich um, ging den Gang zurück zu Lanthalon’s Zimmer und klopfte sacht an die Tür.

Irritiert ging der Krieger zur Tür und öffnete sie. Verwirrt sah er Themes an.

Was wollte sie noch hier?

02:16:18 Themes klopft an die Tür.

„Das.... mit dem.. Schlag... war nicht so....“, stotterte sie.

Lanthalon’s Miene wurde hart.

„Geh jetzt. Fijendal wartet.“

„ Nein... nochwas…“, wandte Themes ein. „Weil... ich nicht weiss, ob ich überhaupt noch dazu komme... Als ich damals sagte... ich wäre.. für dich da... Meinte ich es so. Meine Freundschaft gilt. Nur...“

Themes hielt inne, machte dann aber eine wegwerfende Handbewegung.

„Hm?“

Lanthalon mustert sie, und seine Finger verkrampfen sich um den Türrahmen, bis seine Fingerknöchel sich weiß färbten.

Er würde sie jetzt gern ins Zimmer ziehen. Sie fest an sich drücken. Ihre Wärme spüren. Ihre Tränen fort küssen und ihre Vorwürfe ertragen, nur um nicht alleine sein zu müssen. Und um sich nicht mehr so schuldig zu fühlen.

„Nichts.. weiter. Nur das. Ich bin was ich bin… du bist das, was du bist. Meine Freundschaft bleibt … braucht nur etwas Zeit.“, nuschelte sie.

Er würde ihr so gern die Traurigkeit nehmen…und ihr einfach das geben was sie wollte.

Dann fuhr sie eilig fort: „Ich muss gehen…“

 

„Warte!“

Themes stoppte und blickte ihn ruhig an.

Lanthalon öffnete die Tür weiter, und man sah wie sehr er nach den richtigen Worten suchte.

„ Würde es dir helfen wenn ich sage, wozu ich nicht den Mut habe, wie du gesagt hast? Würde das für dich das Ende bedeuten, mit dem du abschließen kannst?“

Seine Lippen wurden schmal.

Dies war die einzige Möglichkeit sie zu befreien.

„Nein, das.... Ende ist ja deutlich genug, nicht? Es ist gekommen, wie du es vorausgesehen hast. Nur wollte ich es nicht wahrhaben. Ich... bin genauso wie all die anderen...“

Ein Schulterzucken.

„Vielleicht wollte ich dich auch ändern... doch dazu habe ich kein Recht.“

Lanthalon schüttelte leicht den Kopf.

„Diesmal war ich es, der sich ändern wollte. Ich weiß wer ich bin, aber ich weiß nicht genau, ob ich das auch sein will. Ich habe...es ist schwer zu erklären...und ich sollte dich nicht aufhalten.“

Themes legte den Kopf schräg.

„Wenn dir noch etwas auf dem Herzen liegt, sprich es aus.“

Ein unsicheres Lachen entwand sich Lanthalon’s Kehle und er selbst war überrascht darüber.

Die Komik seiner Gedanken brachte ihn zum Lachen, denn er spürte dass er diese Erkenntnis viel zu lange verdrängt hatte.

„Es ist...schwer dich gehen zu lassen. so voller Absicht, diesmal. Und vermutlich für immer. Ich wünsche mir nur das...du dich nicht mehr an das erinnerst was passiert ist. Das du daraus keine falschen Schlüsse ziehst.“

Themes runzelte die Stirn.

„Du bist nicht wie alle anderen...ich bin nur - ich. Das meinte ich.“

„Du vergisst, dass nicht ich diejenige bin, die diese Trennung will, sondern du. Ich kann... und werde... meine Gefühle für dich nicht einfach abschalten können... Dafür habe ich keinen gnomischen Schalter.“

Lanthalon nickte kaum merklich. Und murmelt ein leises: "Ich weiß."

„Ich schätze die Art und Weise nicht, wie...das hier zu Stande kam...ganz und gar nicht. Denn die Wahrheit vertrage ich besser als jede Lüge. Und sei sie auch zu meinem angeblichen Schutz gedacht. Ich bot dir einst meine Freundschaft... und ich wollte... nur dass du weißt, dass sie weiter gelten wird, denn ich stehe zu dem was ich sagte. Und ich sagte, nichts, was du jemals tust, würde sie ändern. Auch dies nicht. Nur weil sie... mich ändert... Das... ist nicht das gleiche.“

Mit einem traurigen Lächeln schüttelte Lanthalon den Kopf.

„ Ich denke es ist besser wenn wir uns nicht mehr sehen. Für dich...und für mich.“

„Für dich. Hör gefälligst auf, für mich Entscheidungen zu treffen.“

„Für mich. Es wäre für mich nicht gut dich zu sehen.“, verbesserte er sich schnell.

Themes nickte knapp.

„ Sicher.“

„Leb wohl.“

Damit schloss er die Tür, und auch seinen Weg zu Themes. Nicht einmal ein Seufzen kam aus seiner Kehle, als er den Kopf in den Nacken legte, die Augen schloss um sich an dieses Gefühl zu gewöhnen.

 

Unten im Gastraum wartete Fijendal auf seine Freundin.

„Er ist noch heil, keine Sorge.“

Erwiderte sie auf den besorgten Blick des Elfen, und setzte dann hinzu: „Danke...“

Themes sah Fijendal an und merkwürdigerweise schien sie erleichtert.

Fijendal nickte ihr zu.

„Trinkst du noch einen mit mir? Ich weiß das war nicht leicht für dich.“

Themes zuckte mit den Schultern.

„Ich liebe diesen Scheißkerl... und ich weiß noch nicht mal wieso. Ich brauche Alkohol. Viel.“

„Dann komm mit mir. Wir gehen auf die Schattenseite. Ich kenn den Wirt sehr gut. Er hat bestimmt etwas für dich.“

„Klingt nach was.“

Themes nickte leicht und atmete tief auf.

„Endlich... ist dieser Druck weg.“, seufzte sie.

Gemeinsam verließen sie das Gasthaus.

 

 

Wenige Stunden nachdem Themes und Fijendal gegangen waren, klopfte es erneut an Lanthalon’s Tür.

Der Krieger lag auf dem Bett, sein Blick starr auf die Tücher seines Himmelbettes gerichtet, als sich die Tür ohne seine Zustimmung öffnete und jemand das Zimmer betrat.

Für einen kurzen Moment schoss der Name „Themes“ durch seine Gedanken, doch als er die klare und vertraute Stimme Aleena’s hörte.

„Alles in Ordnung…Thal?“, fragte sie mit leiser, besorgter Stimme.

Er gab keine Antwort.

„Wie ist das Gespräch verlaufen?“

Keinerlei Regung.

„Also nicht gut? Was hast du Fijendal gesagt?“

Aleena trat an das Bett, setzte sich an den Rand neben Lanthalon und sah ihn an.

„Es tut mir Leid das ich dich so hereinlegen musste.“

Ihr Blick fiel auf seine geschwollene linke Gesichtshälfte.

„Oh, was ist denn da passiert?“ Die Priesterin streckte ihre Hand aus, um die Stelle zu begutachten.

„Wie hast du…“ Erschrocken zuckte sie zusammen, als der Krieger nach ihren Handgelenk griff und feste zupackte. Sein wütender Blick traf ihren und sie schauderte.

„Verschwinde, verstanden? Am besten lässt du dich in meiner Nähe nicht mehr sehen.“, zischte er vor unterdrückter Wut, und ließ ihr Handgelenk mit einem Ruck wieder los.

Aleena sprang auf die Beine. Der Zweihandstab ‚Segnung’, den sie seid einigen Wochen stets bei sich trug, glimmerte goldgrün im dämmrigen Licht des Raumes.

Sie nickte schwach, und obwohl Lanthalon spürte wie enttäuscht und verletzt sie war, gab er nicht nach.

Sein Blick blieb fest auf sie gerichtet, bis sie schweigend das Zimmer verließ.

Sie war der Grund weswegen alles schief gegangen war! Sie war es, die ihn dazu gezwungen hatte Themes wehzutun!

Er spürte wie Zorn in ihm aufflammte und fuhr sich mit den Händen über sein Gesicht.

Tief in ihm wusste er, dass dies alles seine eigene Schuld war.

3.2.09 14:28
 


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