Die unendlichen Geschichten einer unendlichen Welt.
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Fijendal

"Fijendal wird kommen."

Kurze Stille.

„Bist du eigentlich von allen guten Geistern verlassen!“

Lanthalon stieß die Priesterin zurück und stand hastig auf. Brennender Schmerz machte sich in seiner Schulter breit, auf der nur noch eine oberflächliche Fleischwunde zu sehen war.

Aleena sah ihn überrascht an.

„Was gibt dir das Recht mich aufzuhalten?“ Lanthalon schrie nun und seine Augen blitzten vor unterdrückter Wut.

„Sie hätte mich töten können…oder ich sie!“

„Du hättest nicht…“, warf Aleena ein doch sie wurde grob durch ihn unterbrochen.

„Was ist los mit dir das du so grob in die Sachen anderer reinpfuschst?“

„Ich pfusche ni-…“

„Ach nein? Warum mischst du dich dann in meine Angelegenheiten? Ich habe dir gesagt du sollst dich raushalten verdammt noch mal!“

„Ich wollte nur…“

„Sie hat mich da draußen fast getötet! Sie hätte es getan wenn…Sie ist unheimlich und seltsam, du solltest nicht mit ihr gemeinsame Sache machen.“

Nun stand Aleena mit ernster Miene auf.

„Ich mache nicht gemeinsame Sache mit ihr! Sie macht meine Sache!“

„Du kannst ihr nicht vertrauen!“

„Sie hat dich nicht getötet obwohl sie es mit einem Fingerschnippen hätte tun können!“

Das traf Lanthalon hart und er blickte die Priesterin feindseelig an.

„Wenn du mich loswerden willst, dann sag bescheid, und hetz keine Mörder auf mich.“, sagte er in gefährlich ruhigem Tonfall.

Aleena eilte zu ihm und versuchte den großen Mann zu beschwichtigen.

„Lanthalon bitte! Ich versuche nicht dich umzubringen, das war nie meine Absicht! Ich will nur das du dir ansiehst was du hier anstellst…das du es wieder richtig biegst. Dae hatte nur den Auftrag dich nicht verschwinden zu lassen, glaube mir!“

„Das hat sie ja wunderbar geschafft, und mich dabei gleich noch ein wenig demoliert.“, schnaubte er.

Aleena sah zu ihm hoch und ihre blauen Augen trafen seine moosgrünen.

„Hättest du dich einfach kampflos ergeben und wärest mit ihr gekommen?“ Sie sah ihn fragend an, und obwohl keiner etwas sagte kannten sie beide die Antwort.

Sie kam einen weiteren Schritt näher und legte ihm vorsichtig die Fingerspitzen auf seine Wunde.

„Lass mich das hier zu Ende heilen.“

Lanthalon wischte ihre Hand beiseite.

„Vergiss es. Das erinnert mich wenigstens daran vorsichtiger zu sein, auch bei meinen Freunden.“

Sein Blick traf Aleena schwer. Als sie ihn erneut ansah spiegelte sich Unsicherheit in ihrem sonst so festen Blick.

„Ich versuche es richtig zu machen, Thal…ich versuche es so sehr. Ich versuche es jedem recht zu machen, und alle zufrieden zu stellen.“ Ihre Stimme wurde dünn und immer leiser.

„Alle beobachten mich und halten mich für irrsinnig, dabei versuche ich nur uns alle glücklich zu machen.“ Dieser Satz war nicht mehr als ein Zittern ihrer Stimme.

Lanthalon schloss kurz die Augen, dann legte er seine Hände um Aleena’s Taille und zog sie die letzten Zentimeter zu sich heran.

Er hob seinen Kopf an und sie legte bereitwillig ihren unter sein Kinn. Ihr Körper schmiegte sich leicht an seinen und er spürte wie sie sich wieder beruhigte.

„Du solltest nicht so hart versuchen es allen Recht zu machen. Das kannst du nicht.“

Er stützte sein Kinn auf ihren Kopf und ignorierte das schmerzhafte Pochen in seiner Schultern.

Er füllte sich an sich selbst erinnert. Immerhin hatte er oft genug versucht es allen Recht machen zu wollen, und war immer wieder an seine Grenzen gestoßen.

 

In diesem Moment klopfte es an der Tür.

Automatische antwortete Aleena darauf mit einem heiseren: „Ja?“

Und noch bevor Lanthalon die Priesterin von sich fort schieben konnte, betrat jemand das Zimmer, den er nicht erwartet hatte.

Aleena zuckte zusammen, wischte sich hastig über die Augen und taumelte von Lanthalon zurück, der sie kurz am Arm packen musste, damit sie nicht das Gleichgewicht verlor.

„Ich…ich lasse euch beide allein.“, stammelte sie und hastete eilig aus dem Zimmer.

Die Tür fiel mit einem leisen Knall ins Schloss – danach herrschte Stille.

31.1.09 10:01
 


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