Die unendlichen Geschichten einer unendlichen Welt.
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Schmerz

 

 Lanthalon hörte dumpfe Geräusche an seine Sinne dringen. Schreie, Kampfgeräusche – eine panische Hektik.

Der Angriff…

Er versuchte die Augen zu öffnen – Schwärze.

Seine Beine – kein Gefühl.

Sein ganzer Körper schien sich nicht bewegen zu wollen.

Er lauschte angespannt, doch die Geräusche verebbten … wurden in den Hintergrund gedrückt und verschwammen in einem lauten Surren.

Sein Kopf pochte und Schmerz durchflutete seine Gliedmaßen. Er stöhnte schmerzerfüllt, hörte jedoch nichts.

Konnte ihn niemand hören?

Wo waren die anderen? Sariri? Der Todesritter?

War er bereits erledigt? Dem sterben nahe?

Immer noch konnte er die Augen nicht öffnen. Er versuchte es mit aller Macht – Nichts.

Panik erfüllte ihn.

Fühlte sich so das Sterben an?

Seine Gedanken formten eine Shilouette. Themes lächelte ihm entgegen. Er streckte seine Finger aus und fuhr ihr damit in den Nacken, streichelte zärtlich über ihre Haut und an den Ansatz ihrer Haare.

Plötzlich spürte er eine Kälte seine Finger ergreifen und den Arm hinaufklettern. Sie ergriff sein Herz – er öffnete die Augen.

Über ihm, mit völlig überraschtem und gleichzeitig entrücktem Gesichtsausdruck - sie. Die seitlich verrutschte Kapuze enthüllte ein blasses, fein geschnittenes Gesicht, mit blau funkelnden Augen und zierlichen, schmalen Lippen. Und Elfenohren.

Die Haare zwischen seinen Fingern fühlten sich stumpf an, ebenso wie ihre fahle Farbe.

Er betrachtete sie, starr vor Überraschung, ebenso wie sie.

Der Kampflärm wurde wieder lauter.

Seine Finger fuhren an ihrem Ohr vorbei, die Linie ihres Kinns nach und wollten gerade ihre blassen, kalten Lippen berühren, welche halboffen standen und über stoßweise ihr kalter Atem glitt.

Ihre Reaktion war blitzschnell; Sie griff nach seiner Hand und drückte knackend zu – seine Handknochen brachen ächzend unter ihrem Druck.

Er schrie und trat nach ihr; versuchte sie von sich wegzustoßen.

„Versuch das…nie wieder…“, zischte sie bösartig. Sie glitt von seinen Beinen herunter und gab ihn damit frei. Hastig zog er sich zurück und stieß gegen etwas Hartes. Er sah sich um und fand sich in Aleena’s Haus wieder.

„Immerhin bist du wieder wach…“

„Wo ist…?“

„Der Lichtbringer?“ Das klang spöttisch. „Die letzte Welle der Geißel hat eure Mauern durchbrochen und den Platz überschwemmt. Sie kämpft draußen.“

„Ihr…“, keuchte er.

„Da ich jetzt dieser Allianz diene, dachte ich mir es wäre klug euch nicht als Geißel gegen Eure eigenen Leute laufen zu lassen.“

Er sah sie perplex an.

„Das wird bleiben…“ Sie deutete auf seine Brust. Eine feine, graue Linie zog sich im Zick-Zack über seine Seite, genau dort, wo zuvor die Wunder der Seuche gewesen war.

„Wie…?“

„Nachdem ich Euch berührt habe, habe ich euch aus Versehen nochmals infiziert.“ Das geheuchelte Mitleid war nicht glaubwürdig.

„Ich hielt es für angemessen das zu versiegeln. Ihr solltet die anderen Wunden jedoch von einem Heiler behandeln lassen. Sieht unschön aus.“

Sie meinte eindeutig die gebrochenen Rippen, Blutergüsse, Schnitte und Kratzer die seinen Körper verunstalteten.

„Und jetzt auch das da.“ Ihr Nicken zeigte auf seine Hand. Kein Bedauern schimmerte in ihren kalten Augen, sie entschuldigte sich auch nicht.

Sie drehte sich um und bewegte sich zur Tür hinüber.

„Ich habe Euren…“ Er keuchte weil er zu eilig gesprochen hatte. „…Namen nicht verstanden.“

Sie drehte sich kurz zu ihm um und legte ihre Kapuze wieder über ihren Kopf und zog sie tief ins Gesicht.

„Dae.“

Damit verschwand sie lautlos aus dem Haus, nur der aufrauschende Kampflärm verriet, dass sie die Tür geöffnet hatte.

Er viel verkrampft zurück auf den weichen Teppich, als die Geräusche wieder verebbten. Verwirrt spürte er wieder den pochenden Schmerz in seinen Gliedern der ihn betäubte.

Er wollte schlafen …schlafen und dieses wirre Gefühl, das sich mit Panik und Schmerz mischte loswerden.

Sein Atem wurde langsamer.

Er musste nur warten, Sariri würde ihn finden.

2.12.08 22:41
 


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